Spiel begreifen

Spiel begreifen

Im Spielen erfahren Menschen sowohl unmittelbare als auch mittelbare Motive, Zustände und Abläufe von gesellschaftlichen Ereignissen.

Spielen ist ein intrinsischer Impuls, ein Antrieb der nicht von Außen motiviert oder angeregt werden muss, sondern in der Natur des Menschen angelegt ist.

Es werden soziale Denk- und Handlungsmuster erworben, umgewandelt oder ausgebildet, welche sie auf andere Lebenssituationen anzuwenden verstehen.

Im Spielen können Konventionen ergründet, gelöst und geöffnet werden.

Führen wir Johan Huizinga Ansichten über den Homo ludens, den spielenden Menschen, der seine Fähigkeiten im Spiel entwickelt weiter, erkennen wir das Spiel der Kinder als eine ihrer Färbungen der Aneignung von Welt.

Spielen ist Probierverhalten, Erleben und Erfahrung und gleichzeitig Weltaneignung und Wirken in die Welt. Das Spiel findet in einer Quasirealität statt, die niemals die Ernsthaftigkeit verliert. Die Konsequenzen aus den Spielsituationen bleiben selbstbestimmt.

Im persönlichen Spielgeschehen ist die Gelegenheit vorhanden, spielerisch traditionelles und bestehendes Regelwerk zu verschieben und zu umzuformen.

Dazu müssen Kinder ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten zur Gestaltung der Wirklichkeit einsetzten können.

Die Spielpädagogik schafft attraktive Zusammenflüsse, in denen Kinder, Jugendliche, Erwachsene die Spielbefähigungen in ihrer Tätigkeit zuteil wird, in denen Begegnungen ihre Identitätsbildung bereichern und im Dialog neue Welten eröffnen.


ein Blick in  neue Welten in Bewegung im Takt
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